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"Re: arroganz der Menschen - ET-Rätsel für die Menschen" was posted on Mai 12, 2008 by admin

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Re: arroganz der Menschen - ET-Rätsel für die Menschen

menschenFermi-Paradoxon:
>
> In einem Universum kann es nicht mehrere, unabhängig entstandene
> die-neue-sau/”>Spezies und überlichtschnelle Raumfahrt geben.
Sorry, aber mein Kollege Fermi hat das anders formuliert. So, wie hier
widergegeben, kommt es völlig falsch über…
Es lautet (in ebenfalls verkürzter Form):
(1) Aufgrund der großen anzunehmenden Anzahl erdähnlicher Planeten in
unserer Galaxis sollten in ihr seit mindestens 1 Mio. Jahren Hunderte
Zivilisationen entstanden sein. Eine jede hätte in weniger als 1 Mio.
Jahren alle anderen erdähnlichen Planeten kolonisiert, und zwar mit
Generationenraumschiffen von 1/10 Lichtgeschwindigkeit (per
Kettenreaktion: reisen, siedeln, von dort zu mehreren anderen Planeten
weiterreisen). Die Menschheit kann dies z.B. in <1000 Jahren anfangen
tun, wenn sie so lange überlebt (was sie wohl wird).
(2) Wir beobachten keine besiedelte Milchstraße.
(1) und (2) stehen im Widerspruch, was als Fermi-Paradoxon bekannt ist.
Es gibt viele Möglichkeiten, es aufzulösen, aber alle sind spekulativ.
Das Paradoxon gilt in der Physik als ungelöst.
Im Einzelnen:
> Das Fermi-Paradoxon:
>
> In einem Universum kann es nicht mehrere, unabhängig entstandene
> Spezies und überlichtschnelle Raumfahrt geben.
Das Fermi-Paradoxon bezieht sich auf unsere Milchstraße, nicht das
Universum. Es besagt auch nicht, daß es keine überlichtschnelle
Raumfahrt gibt, sondern nur, daß es derer nicht für das Paradoxon nicht
bedarf. Mit überlichtschneller Raumfahrt wäre das Paradoxon nur noch
zwingender. Als Physiker hielt Fermi eine überlichtschnelle Raumfahrt
für unwahrscheinlich.
> Zur Erläuterung: Das Universum ist 15*10^9 Jahre alt, schon mit
> Lichtgeschwindigkeit könnte die gesamte Galaxie binnen 500.000
> Jahren
> besiedelt sein.
Man geht von 1/10 Lichtgeschwindigkeit aus. Die kritische Komponente
ist nicht die Reisegeschwindigkeit, sondern die Siedlungsdauer, um neue
Generationenraumschiffe zu bauen. Diese wird zu ein paar 1000 Jahren
angenommen.
> Jede Zivilisation muß eine expansive Komponente
> haben
> oder wird extrem anfällig für kritische Sonderfälle (Supernova,
> Orbitalstörungen).
Es geht hier um die Annahme, daß solche Spezies überhaupt siedeln
wollen. Der Punkt ist nicht, daß jede Zivilisation dies tut, sondern
daß, wenn sie es tut, alle anderen in der Galaxis verdrängt oder mit
ihnen kooperiert, sich also eine galaktische Zivilisation herausbilden
sollte. (Ähnlich der Situation der biologischen Evolution auf der
Erde.)
> Weiterhin folgt aus dem Paradoxon, daß es in einem Universum ohne
> lichtschnelle Raumfahrt nur sehr wenige Spezies geben kann, diese
> durch
> riesige Raumzeit-Distanzen getrennt sind und ein kultureller
> Kontakt
> fast ausgeschlossen ist.
Nope. Falsch, dies folgt nicht, siehe oben.
> Der Nachweis von ausserirdischem Leben mit vergleichbarer Kultur
> in
> kurzer Entfernung wäre allerdings der ultimative Gottesbeweis und
> ein
> Hinweis auf “den grossen Plan”.
Nope. Falsch, siehe oben. Auflösungen des Paradoxons sind möglich. Man
streitet nur darüber, welche die richtige ist.

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