Viel Psychologie wird dazu eingesetzt, um Menschen zum Töten zu bewegen - Warum Menschen töten
menschench töten Soldaten nicht, um in Zukunft billiger tanken zu
können. Wir stimmen beide überein: Sie töten weil sie über die
Sachverhalte belogen werden.
Zitat:
“Das soldatische Kanonenfutter und die Bevölkerungen (zunehmend
ebenfalls Kanonenfutter) wurden immer schon bewusst mit Propaganda
belogen. Früher ging es gegen die “bösen Bolschewisten”. Heute ist
ein neuer Twist erfunden: Man mordet im Namen der Humanität.”
Was nun die Psychologie angeht, so würde die ganze Psychologie der
Welt, eingesetzt zur Erforschung der Ursachen, warum Menschen töten,
keinen einzigen Krieg verhindern. Warum? Weil diese Kriege andere
Ursachen haben, als das dunkel lauernde “Böse” in jedem Menschen. Es
ist doch so, dass alle psychologischen Künste der best-bezahlten
Psychologen gerade auf das Gegenteil eingesetzt werden. Das Problem
des Militärs ist doch, dass man den Soldaten die natürlichen
Hemmungen, ohne persönlich angegriffen zu sein auch keinen Menschen
umzubringen, mit viel Psychologie erst abtrainieren muss. Man bringt
Menschen nicht so leicht dazu, andere auf Kommando zu töten. Das
Problem von Krieg und Massenmord fängt da an, wo eine Gesellschaft es
zulässt, dass ein grosser Teil der Jugend auf diese Weise zu Mord und
Totschlag abgerichtet wird, und dieses auch noch positiv bewertet.
Wer einmal die Trainingsmethoden in den amerikanischen “Boot-Camps”
gesehen hat, in welche US-Paare ihre pubertierenden Kinder, mit
welchen sie nicht mehr klar kommen abrichten lassen, der wird sich
über die Bilder von Abu Graib nicht wundern. Ganz zu schweigen von
den Methoden in den militärischen Ausbildungslagern. Sind erstmal die
abgerichteten Totschläger da, dann braucht es nur noch nur noch die
Propaganda. Und die ist in den Medien heutzutage so subtil geworden,
dass es eher erstaunlich ist, dass immer noch die Mehrheit der
Bevölkerungen in allen beteiligten Ländern stets gegen die letzten
Kriege waren. Und dies liegt gewiss nicht an der aufklärerischen
Wirkung irgendwelcher Intellektueller (der Verfasser ist promoviert
und gewiss kein Intellektuellenhasser). Aber wenn man gelesen und
gehört hat, was z.B. ein Herr Enzensberger für katastrophale
Fehleinschätzungen vor dem Irak-Krieg von sich gegeben hat, dann
sieht man, wie wenig hilfreich - übrigens bereits während des
Faschismus - ein von Hybris geprägtes Intellekuellentum ist. Jedes
Kind, das noch die Fähigkeit besitzt, sich in das Leid anderer
Menschen einzufühlen, zeigt hier eine realistischere Einschätzung des
Schreckens von Kriegen. Überhaupt haben wir von unseren Kindern in
dieser Hinsicht erhebliches zu lernen. Sie sind Experten im Umgang
mit der Situation, dass sie kräftemassig die Unterlegenen sind, und
es dabei aber dennoch schaffen, uns jeden Tag mit ihrer Lebensfreude
und ihrer unbedingten menschlichen Ehrlichkeit und Zuneigung immer
wieder für sich einzunehmen. Es ist wahr: Wenn wir nicht so werden
wie die Kinder, dann werden wir nicht mal überleben. (Von einem
“Himmelreich” sind wir heute weiter entfernt denn je ind er
Menscheitsgeschichte).
Der Motor hinter grossen Kriegen zur Ausbreitung von Imperien war und
ist stets ein krankes Streben nach Macht und Reichtum dünner
Schichten. Grosse Wirtschaftkonzerne waren eine der treibenden Kräfte
hinter dem europäischen Faschismus. Nicht umsonst haben die USA
unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg die grossen deutschen Konzerne
zerschlagen. Die Faschismus-Analysen der 1960er und 1970er Jahren
sind äusserst lehrreich hinsichtlich unserer heutigen globalen
Entwicklung. Heute haben wir leider eine vorherrschende Ideologie der
ungezügelten Marktwirtschaft, die irrationaler Weise davon ausgeht,
dass wenn jeder seinen Egoismus maximiert, es allen Menschen am
Besten gehen wird. Wem das nicht passt, dessen Land wird schlicht mit
Krieg überzogen (zu seinem Besten, versteht sich). Diese Ideologie
tabuisiert jede Auseinandersetzung mit den Ursachen der Kriege,
sobald die mächtigen Interessen der weltgrössten Konzerne ins Visier
geraten. Letztere sind bereits so mächtig geworden, dass sie nun in
allen westlichen “Demokratien” (wie auch im armen Rest der Welt) die
gesellschaftlichen Geschicke bestimmen, und damit de facto die
Regierungsgewalt innehaben. Die “Intellektuellen” tun den Teufel, die
mächtigen Kriegstreiber zu bekämpfen, sondern, wenn sie sich nicht
sogar direkt für diesen Moloch in Werbung oder gar Kriegspropaganda
prostituieren, weichen sie geschickt aus, und suchen (für sich und
das herrschende System ungefährlich) die “wahren Ursachen” des
Mordens in den tiefen der menschlichen Psyche.
Dringend notwendig wäre der Einsatz der Psycholgie und anderer
Disziplinen zur Untersuchung des Entstehens von Macht- und
Herrschaftsstrukturen, und daraus abgeleitet die Entwicklung von
Strategien, wie solche Strukuren in allen Bereichen des
gesellschaftlichen Zusammenlebens, inklusive der Wirtschaft,
abzubauen und deren erneute Entstehung zu verhindern ist. Das wäre
allerdings reichlich unmodern, fände keinen Brötchengeber, und man
wäre dem Gespött der unzähligen Fachkollegen ausgeliefert, denen es
gewiss nicht an Intelligenz fehlt, sondern an einem fachlichen Ethos,
an Prinzipien, an Rückrat. Intellektuelle, die sich gut eingerichtet
haben, in einem System der entfremdeten Arbeit, einer die Psyche
vergiftende mediale Berieselung mit den Lügen der vielfältigen
Propaganda - schlimmer noch als die manipulierten Nachrrichten das
subtile Gift der Werbung - , um den Preis der Rückentwicklung zum
Weichtier.