Konsequenzen? - Von Menschen-Monstern
dietrich.de/2008/08/film-tipp/”>menschenesetz muss der Verfassung genügen.
> ohne Gott. Bevor es eine Verfassung und Gesetze gab, musste man sich
> überleben, womit man welches Gesetz begründet - da man sich nicht in
Na? Dass Dir hier nicht selber auffällt, dass Du es bist, der sich
im Kreise dreht. (Ich will keine billige Retourkutsche fahren,
es ist nur die Replik auf Deine Vorhaltungen (oder Projektionen)).
> eine Hängematte setzen und beide Enden selber halten kann, kann man
> auch nicht alle Gesetze aus “anderen” ableiten, sondern muss sie
> Begründen. Um Letztere geht es mir.
Sag bloss, Du hast noch nie von der goldenen Regel: “Was du nicht
willst, was man dir tut, das füge keinem anderen zu” gehört,
weiterentwickelt zum kategorischen Imperativ von Kant?
Das KANN nicht sein!
Du bist es, der die Hängematten an beiden Enden hält.
Es gibt keine Ethik (und die daraus abgeleitete Moral) ohne den
Menschen. Es gibt keine Ethik “über” dem Menschen, auch wenn das
so erscheinen mag. Es ist nichts anderes als die Vereinbarung
der Menschen, die die Welt(an)sicht bestimmen. (Vgl. Schopenhauer,
die Welt als Vorstellung des Willens, Platon, die Unerfassbarkeit
des Seins an sich, Kant, die Empirik und Ästhetik als Zugang
zur Wirklichkeit).
Deine “übergeordneten” Konzepte, wie im Ausgangsposting
ausgedrückt sind nicht haltbar. Sie werden der praktischen
Überprüfung (sehr wahrscheinlich) nicht standhalten und
sind damit wertlos.
Ich habe nichts gegen Denkmodelle. Sie sind faszinierend und
lehrreich. Es ist aber sehr gefährlich, diese ins praktische
Leben zu übernehmen, ohne sich deren Konsequenzen bewusst zu
sein.
Es gibt keine absolute Gerechtigkeit, genauso wenig wie es
“allumfassende Legitimitäten” gibt.
> > Und wenn es aber in der Realität trotzdem so ist? (Die Regierung
> > ist demokratisch gewählt, es herrscht Gewaltenteilung).
>
> Das sorgt nicht allein für allumfassende Legitimität, nur für eine
> “vereinbarte”.
“Allumfassende Legitimität” ist nichts anderes als eine Berufung
auf “Gott” (oder auf das “Höhere”). Du wirst es nie schaffen, eine
solche Legitimität zu finden. Das ist metaphysisch.
> > Machen wir es anders herum: Soll ein Mensch, der in einer Schlägerei
> > einen anderen erschlägt (hätte genauso gut auch selber erschlagen
> > werden können, war aber nicht Notwehr), genauso bestraft werden,
> > wie der Raubmörder?
>
> Was hat nun das Strafmaß, das eine Gesellschaft ausspricht mit dem
> Thema zu tun, ob sich die Gesellschaft weigert, Straftaten als solche
> anzuerkennen?
Straftaten und Strafmasse haben eine Korrelation (innerhalb einer
Gesellschaft). Es sind innergesellschaftliche Abmachungen.
> Ich denke, ich beende das hier, denn Sie drehen sich im Kreis. Ich
Naja. Kann schon sein. Aber Deine Konzepte verschweigen etwas, und
das sind die ethischen Konsequenzen, die sich daraus ergeben.
Du wirst es niemals vermeiden können, dass der Mensch 1. abwägt,
2. urteilt und 3. dabei nicht garantieren kann, dass er gerecht
war. Du sagst jetzt gleich wieder, dass es nicht darum geht.
So dreht sich aber die Welt, salopp gesagt.
Ich möchte erneut darauf hinweisen, dass alle Theorie, die sich mit
dem Menschen und seinem Weltbild beschäftigt stets empirisch
überprüft werden muss.
Du sitzt in der klassischen dialektischen Denkfalle. Du hast Dich
für oder gegen Unüberprüfbares entschieden.
Darum mein früherer Hinweis auf die Falsifikation (nicht gleich
Verifikation!).
> Es ist ja auch schön, dass Sie sich da für Details interessieren,
> aber da geht mir im Moment ehrlich gesagt die Zeit aus, auf alle
> diese Detailfragen ausreichend eingehen zu können.
Wie wäre es mit einem Hinweis auf entsprechende Literatur?