Kontext… - Von Menschen-Monstern
menschenereits gesagt: Es ist der Verstand, der der Natur Regeln
> (und Modelle) unterschiebt.
Unterschieben trifft es weniger, der Verstand approximiert und
verifiziert algebraische Modelle über Wahrscheinlichkeiten bis zu
einer gewissen Genauigkeit.
> Wie bereits ebenfalls gesagt: Ohne Falsifizierbarkeit haben Theorien
> und Modelle keinen Wert.
Also die Theorie, dass man nicht auf etwas reagieren kann, das man
nicht kennt, die ist eigentlich ziemlich gut verifizierbar. Unter dem
Strich kommt zwar nie mehr als eine Wahrscheinlichkeit heraus, aber
die ist für eine Vereinbarung ab einem gewissen Grad ausreichend
hoch. Nur: mit all diesen Dingen beschäftigen Sie sich ja nicht
einmal.
> Du kannst behaupten, was Du willst. Du kannst Dir Deine eigene
> Weltsicht einrichten, Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Ich halte mich weniger an die Phantasie als vielmehr an Syntax,
Semantik und Logik. Das hat weniger mit Phantasie zu tun, als Sie
denken. Eine Relativierung einer Straftat ist im Rahmen der vom
Menschen gestellten Anforderungen nicht möglich - und wenn er seine
Anforderungen so anpasst, dass die Relativierung erlaubt wird, dann
ist sein Regel-System annähernd “aussagefrei”. Genau um diese
Feststellungen geht es mir. Das ist eigentlich ziemlich simpel, weil
es sich einfach nur an dem Prinzip von Regel-Systemen orientiert.
Und der Mensch schreibt sich selber vor, nach möglichst allgemein
bindenden Regeln zu leben, dann hat er diese Probleme nun einmal am
Hals. Das ist doch nicht mein Problem, wenn ich auf Komplikationen
hinweise, die sich der Mensch selbst geschaffen hat? Diese
System-Fehler sind eine zwangsläufige Konsequenz und keinesfalls
theoretisch. Sie schlagen sich tagtäglich praktisch nieder, sind also
sogar sehr wohl verifizierbar. Wenn Sie heute beginnen, Straftaten zu
relativieren, dann ändert sich die Effizienz Ihres Regel-Systems, es
wird nämlich massiv abgeschwächt.
> Es ist aber Metaphysik.
>
> Ein Tipp fürs neue Jahr: Lass Dir den Begriff Metaphysik und den
> Zusammenhang mit der Rationalität erklären.
Da versuchen Sie evtl. erst einmal, Rationalität zu definieren.
Und was die Metaphysik betrifft, der Begriff ist nach neueren
Erkenntnissen der Physik durchaus neu einzugrenzen.
Es hilft der Diskussion nicht viel, wenn Sie immer den Kontext
wechseln, mal erzählen Sie etwas von Falsifizierbarkeit, mal von
Philosophie - man kann etwas nur hinsichtlich eines vorher
definierten Kontextes bewerten. Innerhalb der Philosophie gelten
physikalische Gesetze z.B. nicht als einwandfrei verifizierbar,
innerhalb der Physik gibt es Vereinbarungen, nach denen man Modelle
verifizieren kann - dasselbe gilt für die Mathematik etc. Wenn Sie
sich immer nur gerade das aus verschiedenen Kontexten heraussuchen,
das Ihnen gefällt, dann werden wir hier kaum weiterkommen.
MFG/Z