Regel-Systeme… - Von Menschen-Monstern
> …
> Es kannn ja leicht nachgelesen werden. Es sind (leere) Worte ohne
> Hintergrund, der von Dir nicht einmal auf Nachfragen genannt wird.
> Dein Wortschatz erschöpft sich in Impulsen, Mechanismen, Ego,
> Wirkungsweise, aber niemals in Inhalten, schade.
Dann fällt es Ihnen ja sicher sehr leicht, mir die Inhaltslosigkeit
zu erläutern, bisher warte ich noch.
> …
> Auf diese Bewertungsfunktion bin ich aber gespannt. Wieder eine
> Deiner Behauptungen, auf die Du dann Deine Schreibe aufbaust.
>
> Wo bleibt der empirische Hintergrund?
Der sollte eigentlich geläufig sein. Nachdem ein Mensch über “Sinne”
verfügt und man das Gehirn als informationsverarbeitend begreifen
kann, lässt sich ein Grundmodell wie folgt konstruieren:
Eingabe-Informationen -> Denken -> Ausgabeinformationen. Das Denken
kann man ja auf eine Bewertungsfunktion modellieren - hierzu muss man
die Funktion im übrigen nicht angeben - die auf Grund der
Eingabe-Informationen bestimmte Ausgabe-Informationen generiert. Für
Sie mag das ein Allgemeinplatz sein, aber man kann daraus
beispielsweise ableiten, dass Sie nicht auf etwas reagieren können,
bevor Sie nichts davon wissen. Das ist für Sie vielleicht nicht
“viel”, für andere ist das doch schon mal eine ganz enorm handfeste
Aussage.
> > Egoismus, ich äußere mich dazu, dass schon seine Grundfunktionsweise
> > ganz gewisse Probleme in sich birgt.
>
> Was ist denn die Grundfunktionsweise? Gibt es überhaupt eine
> Grundfunktionsweise für ein Ding “Egoismus”. Merke, es ist der
> Mensch,
> der mit seinem Verstand, der Welt die Regeln und Gesetze vorschreibt.
> Das ist eben reine Metaphysik. Eine Rationalität, aus der scheinbar
> vernünftelnd Schlüsse gezogen werden.
Ich wusste gar nicht, dass “Algebra” zur Metaphysik gezählt wird -
aber schön, dass Sie mich da aufklären.
> Als der Verkünder Deiner Theorien, die ja sicher einen
> wissenschaftlichen
> Hintergrund haben, solltest Du schon von vornherein die
> Falsifizierbarkeit
> Deiner Behauptungen ermöglichen. Ohne diese sind Deine Behauptungen
> wertlos und ohne Substanz.
Da sollten Sie mal Nietzsche befragen, wie sich das mit dessen
Theorien verhält. Hat er die z.B. “gemessen” oder umfangreiche
Studien durchgeführt, die nachvollziehbar sind? Wenn nicht, dann ist
das mit Verifikation / Falsifizierbarkeit so eine heikle Sache.
> .. .
> Du bist eben der ideologisierte. Du wischst das, was nicht in Deine
> Welt passt, einfach beiseite. Erinnere Dich an die Behauptung, die
> Du in Deinem Eingangsposting aufgestellt hast.
Ich sehe hier vor allem Behauptungen Ihrerseits, die sich auf mich
beziehen - soviel zur Definitionswillkür von “Ideologie”.
> …
> Das habe ich nicht behauptet. Nietzsche war Philosoph und nicht
> Wissenschafter.
Aha? Da sind wir ja offenbar schon etwas weiter.
> Du bist derjenige, der behauptet hat, Taten liessen sich nicht durch
> die dahinter stehenden Ideologien relativieren.
Das ist ja auch schon durch das System von Regeln ableitbar, das sich
der Mensch auferlegt. Wir können das mit dem Kant’schen Imperativ ja
einmal durchspielen. Wenn Sie in Notwehr jemanden töten können
wollen, dann müssten Sie auch bereit dazu sein, zu sterben, wenn
jemand anderer sich von Ihnen in eine Notwehrsituation gebracht
sieht. Und da bekommt man schnell ein Widerspruchsproblem, denn wenn
Sie mit der Beurteilung des anderen von seiner Notwehrsituation nicht
einverstanden sind, dann behaupten Sie, es sei keine Notwehr und
sprechen ihm damit die Legitimation ab.
Na denn, und aus dem Problem heraus, dass sich unterschiedliche
“Subjektivitäten” erfahrungsgemäß extrem widersprechen, kommen wir
jetzt wirklich mal zu etwas “inhaltslosem”, nämlich Ihrer
“Beurteilung” der Notwehrsituation aus der Sicht des Anderen. Nur,
wenn die “Beurteilung”, die ja die Notwehrsituation legitimiert,
nichtig ist, dann ist auch die Legitimation dahin. Evtl. können Sie
damit jetzt etwas mehr anfangen. Wenn Sie noch wenige Ecken weiter
denken, dann werden Sie auch darauf kommen, warum die Ideologie keine
Relativierung “leisten” kann.
MFG/Z